rettungshundestaffel weimar
DRK Rettungshundestaffeln, mit Sicherheit der richtige Riecher !
ausbildung rettungshunde weimar

Flächensuche:

 

Bei der Fächensuche sucht das Team in unwegsamen Gelände oder in großen Waldflächen nach vermissten Personen und versorgt diese medizinisch mit erster Hilfe.

 

Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern.Der Hund hat dabei verschiedene Einsatzvarianten:

 

1.) beim Verbellen bellt der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person, bis sein Führer bei ihm ist und die entsprechenden Hilfsmaßnahmen durchführt.

 

 

2.) beim Bringseln nimmt der Hund an der gefundenen Person ein so genanntes Bringsel auf, läuft zu seinem Hundeführer zurück und führt diesen sofort an der Leine zu der Person

 

 

3.) beim Freiverweisen hat der Hund kein Bringsel, sondern führt seinen Hundeführer durch Pendeln zwischen Opfer und Hundeführer an.

 

Typische Einsätze:

 

  • Suche nach vermissten Kindern
  • Suche nach verwirrten Menschen
  • Suche nach Menschen die abhängig von Medikamenten sein können zB. Insulin
  • Suche nach verletzten Menschen mit Schock-Symptomatik zB. nach einem Unfall

Trümmersuche:

 

Die Arbeit als Trümmerhund zählt zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit. Der Katastrophenhund muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern und Opfer auffinden, die unter meterdicken Trümmern begraben sein können. Der Hund zeigt dann seinen Fund durch verbellen oder scharren an.

 

 

Typische Einsätze 

  • Einsätze nach Gebäudeeinstürzen z.B. Gasexplosionen, oder einfach alte Bauten die "natürlich" einstürzen und man nicht ausschliessen kann dass Personen wie spielende Kinder,Hausbesetzer oder Obdachlose sich dort aufhielten.
  • Einsätze in Erdbebengebieten
  • die Suche nach Lawinenopfern ist eine ähnliche Aufgabe

Aus der "Thüringer Allgemeine" vom 01.04.2008

Erst klang es wie ein April-Scherz: TA-Leser Thomas Pake informierte die Redaktion gestern, dass ein Giebel der Niederroßlaer Wasserburg eingestürzt ist. Vor Ort entpuppte sich das Ganze als mittlere Katastrophe.

NIEDERROSSLA. Bernd Hofmann hielt mit der Videokamera voll drauf. Das muss fürs Archiv des Burg- und Heimatvereins gefilmt werden. Am Vorabend tagte der noch, schmiedete Pläne für die Zukunft der Burg. Gestern zerstoben die vorerst in einem riesigen Krachen. Der ilmseitige Giebel am Ostflügel der Jahrhunderte alten Anlage war gegen 16.30 Uhr zu über zwei Drittel eingestürzt. Kalksteinbrocken türmten sich am Fuß der Burg, Staub wirbelte herum.

    

 

"Ich habe ein donnerähnliches Grollen gehört, bin sofort zum Fenster gelaufen, als ich in der Tiefe das Unglück entdeckte", schilderte Ulrike Zimmer TA die Situation. Rasch griff sich die Bewohnerin der Burg Sohn Pascal, um aus dem Haus zu laufen. Aus Sicherheitsgründen mussten sie und andere Mieter bei Verwandten schlafen. Die genaue Ursache des Unglücks war gestern unklar. Statiker Eckehard Gebauer meinte zu TA nach einer ersten Begehung bis hinauf zur Schadstelle, dass das Mauerwerk nicht homogen ist. Es fehle quasi an einer soliden Aussteifung im beschädigten Gebäudeteil. Zudem gebe es seiner Ansicht nach keine ausreichende Verbindung zwischen Wand- und Deckenscheiben sowie Dach. Ein Grundübel der alten Burg sei, dass der Hohlraum zwischen Außen- und Innenschale in der Vergangenheit immer nur lose verfüllt wurde, also keine richtige Bindung herrschte. Zudem seine die Stützweiten von Decken und Unterzügen im betroffenen Bereich zu groß. Auch eine Austrocknung des Mauerwerkes nach Anbringung einer Dachrinne und nachfolgende Instabilität wurde als Ursache nicht ausgeschlosen. Nicht auszuschließen war am Abend, dass noch mehr einstürzt, immer wieder polterten Brocken von der 20 Meter hohen Giebelwand. Um alles auszuschließen wurde ein Rettungshund über den Schuttberg geschickt, während Wehr und Gemeinde die Unglücksstelle mit Zäunen vor sicherten. Fotos : www.thueringer-allgemeine.de/apolda.

 


01.04.2008 Von Dirk LORENZ-BAUER

Mantrailer oder Personenspürhund:

 

Ein Mantrailer ist ein Hund, welcher die individuelle Spur eines Menschen verfolgen kann. Hierbei ist es egal, ob die Person durch Feld, Wald oder Wiese oder über einen belebten Platz oder eine Stadt gegangen ist. Der Mantrailer sucht dabei an einer langen Leine im Geschirr. Das wichtigste für einen erfolgreichen Mantrailing-Einsatz ist ein guter Geruchsartikel. Mantrailer und Flächensuchhund sind sich ergänzende Einsatzmittel. Die Kunst des Mantrailens ist die Geruchsunterscheidung  d.h. das Herausfiltern einer bestimmten individuellen Spur aus zahlreichen anderen, auch frischeren Spuren. Ein Mantrailer kann eine Spur auch durch eine Einkaufsmeile verfolgen, wo zahlreiche Leute hin- und herlaufen. Dieses zu leisten, ist der Hund vom Prinzip her fähig, trotzdem will es geübt sein.


Hintergrund:

Ein Mensch verliert ca. 40000 Hautschüppchen pro Minute, die aufgewirbelt und verstreut werden. Die Schüppchen aus Hautzellen mit Anhaftungen von Ausdünstungen, Schweiss, Blut usw., Kosmetik oder Bekleidung machen den Individualgeruch der zu suchenden Person aus. Getragene Kleidung, insbesondere solche die direkt am Körper getragen wurde werden beim Mantrailing als Geruchsträger verwendet, aber auch Autositze und persönliche Gegenstände tragen einen einzigartigen Geruch. Eine verletzte Person verliert darüber hinaus Blut. Durch Bakterien werden diese Partikel zersetzt , aus all dem entsteht dann der Geruch, dem der Rettungshund folgt. Die Haltbarkeit der Duftspur unterliegt vielen Faktoren wie zum Beispiel der Witterung.

Gehorsam und Gewandtheit bzw. Gerätearbeit sind wichtige Elemente der Ausbildung und gehören fest zur Rettungshundearbeit.

Gehorsam: 

Noch nie war ein erzogener Hund so wichtig wie heute. Ein Weg für Mensch und Hund, ein eingespieltes Team zu werden, führt über die so genannte Unterordnung. Damit ist kein Kadavergehorsam gemeint, sondern eine Disziplin in der Hundeausbildung. Der Weg zur Unterordnung führt fern von Gebrüll und hartem Zwang, durch Motivation, klare Körpersprache, Sicht- und Hörzeichen und Konsequenz stressfrei zu einem harmonischen Team.

Unter Gehorsam versteht man, dass der Rettungshund in jeder Lage zuverlässig in der Hand seines Hundeführers steht. Dies lernt der Rettungshund während seiner Ausbildung, indem er in mehreren Segmenten der Unterordnungsarbeit ausgebildet wird, wie dies auch im Rahmen der Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund, oder einer sportlich orientierten Hundeausbildung in einem Hundeverein der Fall ist.

 

Jedoch hat die Gehorsamsarbeit für uns einen deutlich anderen Hintergrund. Im Vergleich zur Sporthundeausbildung geht es bei uns nicht um das Verlieren von Punkten, wenn sich beispielsweise ein Hund nicht auf Kommando sofort hinlegt, oder zum Stehen kommt.

Wenn ein Rettungshund an einem Gefahrenpunkt, den möglicherweise nur sein Hundeführer ausmachen kann, nicht sofort und zuverlässig auf Hörzeichen, oder Sichtzeichen reagiert, kann dies unter Umständen zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Auch das Abseilen will geübt sein:

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Rettungshund erklimmt Trümmerkegel

Rettungshunde-Schusstoleranz:

Rettungshunde sollen sich unbeeindruckt gegenüber Feuer, Rauch, lästigen Gerüchen oder Geräuschen zeigen. Schusstoleranz beim Rettungshund ist ein wichtiges Verhaltensmerkmal. Von Rettungshunden wird eine Begleithundeprüfung erwartet, in dieser werden bei der Freifolge zwei Schüsse abgegeben.

In der Praxis werden Schussgeräte im Holz und Stahlbau eingesetzt.

Schnelle Nothilfe und Wiederaufbau: Besonders in Trümmerlagen nach Erdbeben und/oder Gebäude-Einstürzen macht es sich erforderlich sehr schnell Hilfskonstruktionen zum Abstützen von Trümmerteilen zu bauen. Mit Schussgeräten arbeitet man sehr schnell , nahezu rückstoßfrei und ohne Strom oder Druckluft. 

Rettungshunde müssen in der Lage sein, neben solchen Störgeräuschen Ihren Job zu machen.

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Bewertung zukünftiger Rettungshunde

Rettungshunde-Eignung:

Ob ein Hund zur Ausbildung zum Rettungshund bei einer Hilfsorganisation wie dem DRK geeignet ist , lässt sich durch eine entsprechende Eignungsprüfung herausfinden.

Im DRK-Kreisverband Weimar haben wir drei ausgebildete und zugelassene Bewerter.

Haben Sie Interesse? Sprechen Sie uns an!    

Telefon: 03643 8602-300 oder 0173 / 36 80 375

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Ansatz zur Suche im Wald

Realeinsätze zur Suche nach vermissten Menschen:

 

Unsere Rettungshundeführer werden in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und Rettungshundepool regelmäßig und oft zu Sucheinsätzen angefordert. Wenngleich es eine gute Möglichkeit wäre, sich durch die Darstellung von Rettungseinsätzen zu profilieren und Einsatzberichte hier darzustellen, haben wir als Staffel beschlossen, keinerlei Einsatzberichte öffentlich zu machen. Wir zollen hiermit den Betroffenen und deren Angehörigen den nötigen Respekt. Pietät und Verschwiegenheit sind uns hier oberstes Gebot. Die Würde eines betroffenen Menschen hat Vorrang.